Notare

Notare bei BDKD sind:

Dr. Thomas Kunze, seit 1990
Dr. Jürgen Dietrich, seit 1996

Was unterscheidet den Beruf des Notars von dem des Rechtsanwalts?

Eine humorvolle Antwort auf diese Frage hat der Notar Dr. Heinrich Krautwig in seinem Beitrag "Ein Landnotar"* wie folgt gegeben:
"Dadurch unterscheidet sich der Notar von allen anderen akademischen Berufen, dass wir am Wohlergehen, andere aber am Unglück und der Schlechtigkeit der Menschen interessiert sind. Der Rechtsanwalt freut sich über unübersichtliche Straßenkreuzungen, zerbrechende Ehen, Notzucht und Mord. Der Arzt lebt von abgeschnittenen Beinen und faulenden Blinddärmen. Der Pastor hätte ohne die Sündhaftigkeit der Menschen keine Existenzberechtigung. Nur wir Notare freuen uns und verdienen am meisten, wenn alles gut geht: Wenn die Geschäfte blühen, die Felder fruchtbar sind, die Schlote rauchen. Wir wünschen, dass jeder Mensch Millionär ist; dann sind wir es auch. Wir sind von Berufs wegen Menschenfreunde."

Notare sind in der vorsorgenden Rechtspflege tätig. Als ihre zentrale Aufgabe haben sie Hilfestellung bei der Gestaltung von Rechtsbeziehungen zu geben und als Vermittler zwischen den Interessen der Parteien zu fungieren. Damit sind sie - anders als Rechtsanwälte - nicht Vertreter einer Partei, sondern unabhängige und unparteiische Betreuer aller Beteiligten. Der Notar erforscht anhand der ihm von den Beteiligten mitgeteilten Motive und Regelungsabsichten deren wirklichen Willen. Auf der so ermittelten Grundlage wird der Notar auf eine Einigung der Parteien im Sinne eines Interessenausgleichs hinwirken. Wird eine Einigung erzielt, so schlägt sich das Ergebnis in der Regel in einem Vertrag nieder.

Für eine Vielzahl von Rechtsgeschäften ist die Beurkundung durch einen Notar gesetzlich vorgeschrieben. Dies ist immer dort der Fall, wo der Gesetzgeber die Mithilfe des Notars wegen der erheblichen persönlichen und wirtschaftlichen Folgen für die Beteiligten für geboten hält. Es handelt sich hierbei insbesondere um Verträge und einseitige Erklärungen auf den Gebieten des Sachenrechts, insbesondere des Immobilienrechts, des Gesellschaftsrechts, des Erbrechts und des Familienrechts.

Darüber hinaus sind Notare zuständig für Beurkundungen jeglicher Art, insbesondere für Beglaubigungen von Unterschriften.

Notare sind Inhaber eines öffentlichen Amtes, zur Unparteilichkeit und Neutralität verpflichtet und - ähnlich wie die Richter - in ihrer Stellung unabhängig. Das Gegenstück zu dieser Unabhängigkeit ist die staatliche Aufsicht, die beispielsweise in regelmäßig stattfindenden Geschäftsprüfungen der Notare durch den Präsidenten des Landgerichts ihren Niederschlag findet.

Weitere Informationen zu Beruf, Aufgaben und Pflichten des Notars finden Sie auf der Internetseite der Bundesnotarkammer www.bnotk.de, die übrigens auch obiges Zitat enthält.
*in: 150 Jahre Rheinisches Notariat, Festschrift der Rheinischen Notare, 1798 - 1948, Hrsg.: Rheinische Notarkammern Köln und Düsseldorf, S. 56

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